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Vereinsgeschichte des Alpin-Clubs Straßburg

Der Vereinsvorstand des Alpin-Clubs Straßburg hat mich gebeten, für die neu eingerichtete Homepage www.alpinclubstrassburg.com den Werdegang des Clubs zu schildern.

Jetzt im Jahr 2018 ist es sicherlich einen Versuch wert dies zu tun, um den Mitgliedern des Clubs und den Besuchern der neuen Homepage einen kleinen Überblick über die nun schon 27- jährige Vereinsgeschichte zu vermitteln.

Schon um 1960, vielleicht auch schon lange vorher, haben Straßburger versucht, in der damals kargen Freizeit, nicht nur in der näheren Umgebung auf den Gunzenberg oder auf die Kraßnitz zu wandern! Sie haben über das Gurktal hinaus Berge erkundet und sind sicher voll Stolz auf manchem Gipfel gestanden. Viele von den Bergbegeisterten habe ich damals wahrscheinlich nicht gekannt,- aber einige konnte ich noch kennenlernen. Darunter Dr. Planegger oder Ing. Kulterer (als Kenner der Julischen Alpen) und Willi Winkler, unser Gründungsmitglied und Ehrenobmann des Clubs, der während der Zeit im Heer durch seine Alpinausbildung im Kaisergebirge schon ein erfahrener Bergsteiger war. Persönlich habe ich als Sechzehnjähriger in meinen Sommerferien mit dem ausgeliehenen Moped meines Vaters begonnen, in der Umgebung auf die höheren Berge zu kommen! Wegen meiner damals mangelnden Bergerfahrung, hatte mich am Lattersteig ein Berggewitter überrascht, dessen Folge eine ausgiebige Lungenentzündung war (mangelnder Wetterschutz und lange Heimfahrt in total durchnässter Kleidung)!

Nach dem Ende als Vereinsfußballer kam ich wieder zum Bergsteigen und lernte so um 1980 meinen Fastnachbar Willi Winkler als Bergsteiger kennen und somit auch manche andere Bergbegeisterte (Gucher, Frieser Anton, Regenfelder). Der spätere Vereinsgründer Alfred Taferner hatte 1972 eine Autofahrt auf die Kaiser Franz Josefhöhe unternommen um die prächtige Kulisse des Glocknermassivs zu bewundern. Dort entstand sein Wille, Bergsteiger zu werden, um einmal am Gipfel des Großglockners zu stehen! 2007 war Alfred Taferner dann 40 mal am Großglockner und war in all den Jahren sehr aktiv und erlangte einen guten Namen als Bergsteiger! Ich hatte an einigen Kletterkursen teilgenommen, die mir die Sicherheit gaben, auch anspruchsvollere Berge zu erreichen. Darauf bildete sich bald eine Gruppe, die namhafte Berge erklimmen konnte.

Es wurden Berge wie der Triglav, Jalovec, Steiner Grintovec, Hochalmspitze schon am Anfang der 1980 – er Jahre erstiegen. Es folgten markante Touren mit Alfred Taferner auf das Wiesbachhorn, Großglockner, Großvenediger. Mittlerweile hatte ich mit Willi Winkler das Diplom „Wege der Freundschaft“, mit jeweils zehn vorgeschriebenen Gipfeln in Slowenien, Italien und Österreich, absolviert. Es kam dann auch die Zeit der Schitouren, die ab 1982 immer beliebter wurden.

Ein Höhepunkt vor der Clubgründung war am 16.9.1987 die Ersteigung des Mt. Blanc , mit 4.808 m der höchste Berg der Alpen (Schrefler Manfred, Taferner Alfred, Pušar Werner, Winkler Willi)!

Im Sommer 1990 wurde dann mit Frieser, Mandl, Taferner und Winkler das Matterhorn in der Schweiz erklommen und der Beschluss gefasst, mit dem Überschuss aus der Reisekasse den Alpin Club Straßburg zu gründen. Im folgenden Jahr wurde am 2. März 1991, bei der ersten General-versammlung des Alpin-Clubs Straßburg, folgender Vorstand gewählt:

Obmann: Alfred Taferner, Stellvertreter: Willi Winkler, Kassier: Anton Frieser, Stellvertreter: Josef Mandl, Schriftführer: Werner Pušar, Stellvertreter: Alfred Taferner, Alpinreferent: Josef Mandl, Rechnungsprüfer: Gerald Hackl, Gerhard Pušar

Soweit das Geschehen bis zur Gründung des Alpin-Clubs Straßburg. Ein für die Clubgeschichte wichtiges Unternehmen war das unter großem Einsatz der Clubmitglieder errichtete Gipfelkreuz am Straßburger Spitz (2.404 m) und dessen Einweihung durch Diakon Dr. Muhrer am 27. Juli 1991. Am 29. Juli 1995 wurde von Hw. Matzneller ein Naturdenkmal mit der Statue des Heilgen Bernhard eingeweiht! Bergkameraden des Alpin Club hatten mehr als 900 kg Material auf den Gipfel getragen. Willi Winkler hat alleine 15 Gipfelanstiege auf sich genommen, um das Denkmal zu errichten. Hans Körbler, ein einheimischer Künstler, hat die Figur des Hl. Bernhard aus Zirbenholz geschnitzt.

In der Zeitspanne von der Gründung bis heute, hat der Alpin-Club Straßburg viele Wanderer, Schitourengeher, Mountainbiker und Bergsteiger bei zahlreichen Unternehmungen betreut! Alfred Taferner, seit der Vereinsgründung erfolgreicher Obmann, hat 2007 seine Obmanntätigkeit bei der Generalversammlung an Walter Schlintl weitergeben! Für die gute Qualität im Verein sind schon lange Zeit die ambitionierten, bergerfahrenen Vorstandsmitglieder Walter Schlintl, Friedl Urich, Andreas Kainbacher, Gerhard Trojacher, Franz Buchatschek verantwortlich. Mittlerweile haben Clubmitglieder so viele Berge erwandert und erstiegen, dass eine gesamte Aufzählung dieser, in der Vereinsgeschichte den Rahmen sprengen würde!

Zur Entwicklung der Clubmitgliederanzahl: 57 Mitglieder im August 1991, 190 Mitglieder im Juni 2017

Mit der Schilderung der Vereinsgeschichte hoffe ich, über die Entstehung des Vereines den Besuchern der Homepage, einen kleinen Einblick zu vermitteln. Bitte verzeihen Sie mir meine teilweise personenbezogene Schilderung in der Vereinsgeschichte, aber ich bin ein wenig stolz, dass ich als Gründungsmitglied dabei gewesen bin. Zum Schluss möchte ich Maxi Schlintl zur Neugestaltung der Homepage gratulieren, die nun der Anforderung der neuen Medien entspricht!

Schriftführer

Werner Pušar, April 2018